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hintergründe


Die Fotografin Heike Goertz-Liedtke schreibt zu ihrer Konzeption der Bildauswahl:

   

"Östlich der Sonne, westliche des Mondes
   
Es war keine einfache Aufgabe aus rund 40.000 Bildern, die ich seit 2004 digital erfasst hatte etwas Passendes zu diesem alten Märchen zu finden. Schwerpunktmäßig halte ich mich mehr im Norden als im Süden Norwegens auf, so dass der Zuschauer auch mehr Bilder aus dem Norden als aus dem Süden zu sehen bekommt.
   
Die Lofoten habe ich zu allen Jahreszeiten erlebt, peitschende Schneestürme im Winter, klare Polarlichtnächte sowie ein buntes Bild von Fauna und Flora an den Tagen, wenn die Sonne nicht mehr unter gehen will.  Wenn man einen Flecken Erde so gut kennt, da kommt es natürlich vor, dass man ein Motiv bei unterschiedlichen Licht- und Wetterverhältnissen immer wieder fotografiert. Ich habe aber versucht eine Wiederholung der Motive so gering wie möglich zu halten. Was der Zuschauer nicht zu sehen bekommt ist eine Aneinanderreihung von touristisch markanten Orten, oder eine Reise von Süd nach Nord.
   
Die Bilder sind stimmungsmäßig an das Märchen angelehnt einige wenige stehen sogar in direktem Kontext dazu. Die Zuschauer finden sich in weiten Landschaften wieder, die sowohl im Norden als auch im Süden des Landes sein können. Eine Sequenz von Kirchen symbolisiert ein Gebet und goldgelbe Herbstbilder spiegeln den Reichtum wieder. Bei einem Dialog mit dem „Wind“ werden stürmische Ansichten gezeigt. Der Mond und die Sonne werden immer wieder in stimmungsvollen Aufnahmen zu sehen sein.
   
Bei dem Stück „Kappsegling“ habe ich mich ein wenig von dem Titel leiten lassen, und es werden Bilder aus der Finnmark und rund ums Nordkap gezeigt. Bei dem Lied von der großen Fahrt sieht man die unterschiedlichsten Bilder von Boten und Schiffen.
Wie in den meisten Märchen finden sich am Ende die Liebenden, was durch Fotos aus dem Vigelandpark untermalt wird. Im Nachspiel wird an kalte eisige Tage erinnert und ich kann versichern, dasses mit bis zu -35° wirklich kalt war.
   
Hören Sie zu, schauen Sie hin und lassen Sie sich für ca. 70 Minuten in eine andere Welt entführen!"

   


     

Hartmut Schulz Text (Vortrag) zur frühen Musik Skandinaviens von 2007 (pdf)